Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Informationen und Antworten zu Peerox, MADDOX und unseren Services.

1. Über MADDOX

In vielen Produktionsunternehmen hängt die schnelle Problemlösung bei Produktionsstillständen vom Wissen einzelner Mitarbeitenden ab. MADDOX macht dieses Wissen strukturiert verfügbar und kombiniert es mit aktuellen Produktionsdaten, damit Ursachen schneller identifiziert werden können. Anrufe bei der Instandhaltung, aufwände Suchen in Ordnern und Datenbanken oder langwierige Dialoge mit Chatbots gehören somit der Vergangenheit an.

MADDOX wurde entwickelt, um wertvolles Erfahrungswissen dauerhaft verfügbar zu machen und die Menschen in der Produktion wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Ziel ist es, Wissen aus den Köpfen einzelner Experten für das gesamte Unternehmen nutzbar zu machen, um Maschinenbedienende zur Lösung kleinerer Störungen zu befähigen und die Instandhaltung zu entlasten.

MADDOX eignet sich für produzierende Unternehmen mit komplexen Anlagen, automatisierter Produktion und wiederkehrenden Störungen. Besonders Unternehmen mit hohem Erfahrungswissensanteil profitieren von der strukturierten Wissenssicherung.

Nein. In klassischen Wissensdatenbanken sucht der Nutzer nach den passenden Inhalten. Im Gegensatz dazu analysiert MADDOX aktuelle Daten und schlägt automatisch passende Inhalte vor.

2. Funktionsweise und KI

MADDOX analysiert Maschinen- und Prozessdaten sowie historische Ereignisse. Auf dieser Basis werden Störungsmuster erkannt und passende Ursachen sowie Lösungsmaßnahmen vorgeschlagen.

Die Software vergleicht Datenmuster aus aktuellen Situationen mit den Mustern von vergangenen Ereignissen, denen Wissenseinträge zugeordnet wurden. . Dadurch können wahrscheinliche Ursachen priorisiert dargestellt werden.

Ja. Basierend auf bisherigen Erfahrungen, dokumentierten Problemlösungen und aktuellen Prozessdaten schlägt MADDOX konkrete Maßnahmen zur Fehlerbehebung vor. Mitarbeitende können anschließend Feedback geben, ob die vorgeschlagene Lösung erfolgreich war. Dazu ist nur ein Klick notwendig.

Ja. Jede dokumentierte Ursache und Lösung erweitert die Wissensbasis und verbessert zukünftige Vorschläge. Dadurch verbessert sich die Qualität der Vorschläge und MADDOX lernt mit dem Unternehmen kontinuierlich mit.

Dann kann eine neuer Wissenseintrag („Wissenskarte“) erstellt werden. Das neue Wissen steht anschließend für zukünftige Störungen zur Verfügung.

Ja. MADDOX kann Zusammenhänge innerhalb von Anlagenlinien erkennen und die eigentliche Ursache einer Fehlerkette (Verkettungs-Stopp) identifizieren.

Nein. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Behebung bestehender Störungen. MADDOX kann aber mit Predictive Maintenance Modulen anderer Anbieter kombiniert werden, um Wissen zur Vermeidung prognostizierter Störungen bereitzustellen.

Die KI analysiert Datenmuster und verknüpft diese mit Erfahrungswissen. Dadurch werden passende Ursachen und Lösungswege automatisch vorgeschlagen.

3. Nutzen und Mehrwert

MADDOX verkürzt Fehleranalysezeiten, reduziert Stillstände und macht Erfahrungswissen dauerhaft verfügbar. Zusätzlich werden Experten entlastet und Einarbeitungszeiten verkürzt.

Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

  • Schnellere Ursachenanalyse und Lösung von Maschinenstörungen
    • Schnellere Behebung verringert Mean Time To Repair (MTTR)
    • Ursächliche Behebung erhöht Mean Time Between Failures (MTBF)
  • Reduzierung von Anlagenstillständen
    • Weniger Ausschuss
    • Höhere Anlagenverfügbarkeit
  • Sicherung von Erfahrungswissen
  • Entlastung von Experten und Instandhaltung
  • Entlastung von Experten und Instandhaltung
  • Nachvollziehbare Dokumentation von Ereignissen (tatsächlicher Ursachen) und Maßnahmen

Das genaue Einsparpotenzial hängt von Branche, Produktionsvolumen und Anlagenstruktur ab. Als Richtwert lässt sich ungefähr die Hälfte der Differenz zwischen den Experten und unerfahrenen Mitarbeitenden einsparen. Bereits wenige vermiedene Stillstandsstunden pro Jahr können erhebliche wirtschaftliche Vorteile erzeugen. Viele Unternehmen profitieren insbesondere von verkürzten Fehleranalysezeiten und einer höheren Anlagenverfügbarkeit.

Nein. MADDOX ersetzt keine Mitarbeitenden. Das System unterstützt Maschinenbedienende bei der Entscheidungsfindung und Störungsbehebung. MADDOX sichert vorhandenes Wissen von Fachkräften und macht dieses schneller verfügbar.

Ja. Neue Mitarbeitende können häufig noch nicht auf Erfahrungswissen zurückgreifen. Mit MADDOX erhalten sie schnellen Zugriff auf dokumentiertes Wissen und können typische Probleme eigenständig lösen. Gerade bei Fachkräftemangel und Generationswechsel hilft MADDOX dabei, Erfahrungswissen strukturiert bereitzustellen und Einarbeitungszeiten deutlich zu verkürzen.

Wissen wird in Form strukturierter Wissenskarten dokumentiert und mit den entsprechenden Maschinen und Anlagen verknüpft. Dadurch bleibt es auch bei Personalwechseln erhalten.

Wissenskarten und Problemlösungen können an mehreren Standorten genutzt werden. Dadurch verbreitet sich bewährtes Wissen schneller im Unternehmen.

4. Maschinen, Daten und Integration

Grundsätzlich können fast alle Maschinen mit einer Steuerung (SPS) angebunden werden. Auch ältere Maschinen lassen sich integrieren.

Wenn keine nutzbaren Daten bereitgestellt werden können, ist die automatische Analyse und Suche durch den Algorithmus nicht möglich. Die Wissensmanagement-Funktionen können dennoch genutzt werden. Die Datenbank muss dann aber mit Schlagworten durchsucht werden.

Benötigt werden Maschinenstatusinformationen, Fehlermeldungen und relevante Prozessdaten. Je aussagekräftiger die Daten, desto besser die Analyse.

Empfohlen werden mindestens 30 Datenpunkte pro Maschine. Ideal sind 100 bis 300 Datenpunkte für eine detaillierte Analyse. Auch Großanlagen, wie Papiermaschinen, mit mehreren tausend Datenpunkten lassen sich problemlos anbinden.

Nein. MADDOX nutzt vorhandene Schnittstellen und benötigt keinen Zugriff auf den SPS-Code.

Neben SPS-Daten können MES-, SCADA-, ERP-, Historian- und Wartungsdaten eingebunden werden.

Unterstützt werden unter anderem OPC UA, MQTT, S7 (RFC 1006), Modbus TCP und weitere industrielle Standards. Zusätzlich sind kundenspezifische Integrationen möglich.

Ja. Wichtig ist, dass ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen den Daten und den auftretenden Störungen besteht.

Ja. Für solche Maschinen können ebenfalls Wissenskarten angelegt und genutzt werden, auch wenn keine automatische Analyse möglich ist.

Ja. Inhalte und trainierte Modelle können auf vergleichbare Maschinen übertragen werden. Zudem lassen sich Maschinengruppen mit einem gemeinsamen KI-Modell anlegen. Dadurch lernt MADDOX von allen Maschinen gleichzeitig und entsprechend n-mal schneller.

5. Einführung und Betrieb

Wir bieten einen strukturierten Einführungsprozess, in dem innerhalb von acht Wochen die Systemintegration, Schulungen, der Aufbau einer Wissensdatenbank mit ca. 40 Einträgen und das Training des Algorithmus erfolgen. Voraussetzung ist das Vorliegen aller notwendigen Randbedingungen, wie einer geeigneten und gut dokumentierten Maschinendatenschnittstelle.

Ja. Viele Unternehmen beginnen mit einer einzelnen Maschine oder Linie, um den Nutzen zunächst realistisch zu bewerten.

Unser Pilotprojekt ist ein Komplettpaket mit Miet-Hardware, Softwarelizenzen und den erforderlichen Schulungen, so dass keine zusätzlichen Aufwände und Kosten entstehen. Zur Durchführung werden kundenseitig ca. 80 bis 100 Arbeitsstunden, verteilt auf unterschiedliche Personen in verschiedenen Rollen, benötigt.

Dies hängt von der Häufigkeit bestimmter Störungen ab. Wiederkehrende Muster können nach mehreren Wiederholungen, d. h. circa 4-5 Zuordnungen, zuverlässig erkannt werden.

Nach technischen Änderungen kann die Genauigkeit zunächst sinken. Durch neue Daten und Rückmeldungen passt sich das System an.

Akzeptanz entsteht vor allem durch den praktischen Nutzen im Arbeitsalltag. Peerox unterstützt zusätzlich bei Change-Management und Einführung.

MADDOX wird kontinuierlich weiterentwickelt. Updates werden in Abstimmung mit dem Kunden ca. 4 bis 6 mal jährlich bereitgestellt.

Peerox unterstützt bei Einführung, Integration sowie Schulung.

6. Nutzung im Arbeitsalltag

MADDOX kann auf PCs, Laptops, Tablets, Smartphones und Touch Panels genutzt werden. Die Anwendung läuft im Browser und ist flexibel einsetzbar.

Ja. Verfügt ein HMI über ein Web-Interface, kann MADDOX dort integriert werden.

Eine Verbindung zum MADDOX-Server ist erforderlich. Bei einer On-Premises-Installation wird jedoch keine Internetverbindung benötigt.

Wissenskarten können in verschiedenen Sprachen dargestellt werden, weil MADDOX eine automatische Übersetzungsfunktion besitzt.

MADDOX besitzt keine eigene Sprachsteuerung. Sprachfunktionen der Endgeräte können jedoch genutzt werden.

Ja. Inhalte können gesucht und nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden.

Ja. Bilder und Videos helfen dabei, Lösungswege und Arbeitsschritte anschaulich zu dokumentieren.

Die Störungsidentifikation auf Grundlage der Bildanalyse und Daten aus Kamerasystemen wird aktuell in Pilotprojekten untersucht. Bereits heute können Bilder als Bestandteil von Wissenskarten genutzt werden.

7. Wissensmanagement

Die Inhalte stammen von erfahrenen Bedienern, Technikern und Instandhaltern. Dadurch basiert die Wissensbasis auf realen Praxiserfahrungen.

Alle registrierten Nutzer können neue Wissenskarten anlegen. Die Freigabe erfolgt durch erfahrenes Personal, denen gesonderte Rechte in der Software zustehen.

Redakteure prüfen neue Inhalte vor der Freigabe. Dadurch wird die Qualität der Wissensbasis sichergestellt.

Grundsätzlich stehen Wissensinhalte allen Nutzern zur Verfügung. Das unterstützt den Wissenstransfer.

Ja. Nutzer können Inhalte kommentieren und Erfahrungen austauschen.

8. Datenschutz und Sicherheit

Die Daten können On-Premises oder in geeigneten Cloud-Umgebungen betrieben werden. Das Betriebsmodell wird gemeinsam mit dem Kunden festgelegt.

Die Daten gehören dem jeweiligen Erzeuger beziehungsweise Betreiber. Eigentumsrechte verbleiben beim Kunden.

Berechtigungskonzepte, Verschlüsselung und Sicherheitsmechanismen schützen sensible Informationen. Die Umsetzung erfolgt entsprechend der Kundenanforderungen.

Nein. Kundendaten werden nicht zum Training fremder KI-Modelle verwendet.

Im Fokus stehen produktionsbezogene Informationen. Rückschlüsse auf die individuelle Leistungsfähigkeit einzelner Mitarbeitender sind nicht vorgesehen.

Unternehmen können Zugriffsrechte individuell festlegen. Rollen und Berechtigungen lassen sich gezielt steuern.

MADDOX unterstützt etablierte Authentifizierungs- und Berechtigungskonzepte. Zusätzlich können Unternehmensrichtlinien berücksichtigt werden.

9. IT-Systeme und Unternehmensintegration

MADDOX kann On-Premises oder in Cloud-Umgebungen betrieben werden. Die Auswahl erfolgt anhand von Sicherheits- und Infrastrukturanforderungen.

Ja. Die Lösung unterstützt die Integration in bestehende IT- und OT-Landschaften.

Ja. SAP-Systeme können angebunden werden, um Informationen effizient von MADDOX in SAP zu senden.

MADDOX verfügt über ein eigenes Benutzermanagement und kann an bestehende Identity-Management-Systeme angebunden werden.

Ja. Bestehende Authentifizierungslösungen können integriert werden.

Ja. Daten können exportiert und über APIs in andere Systeme integriert werden.

10. Wirtschaftlichkeit

Ja. Unternehmen können das mögliche Einsparpotenzial anhand eigener Kennzahlen abschätzen.

Kunden berichten von reduzierten Stillstandszeiten und weniger Ad-hoc-Einsätzen. Der tatsächliche Nutzen hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab.

11. Brancheneinsatz

Ja. Branchenspezifische Anforderungen, wie zentral gespeicherte SOPs, Audit-Trails und Validierungsprozesse, können berücksichtigt werden.

Ja. Branchenspezifische Anforderungen und Validierungsprozesse können berücksichtigt werden.

12. Über Peerox

Peerox entwickelt MADDOX, ein Assistenzsystem für die industrielle Produktion. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Produktionsdaten mit Erfahrungswissen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Dresden.

Interessierte Unternehmen können eine Demonstration vereinbaren oder mit einem Pilotprojekt starten. Dadurch kann der Nutzen anhand eigener Anwendungsfälle bewertet werden.

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