Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Informationen und Antworten zu Peerox, MADDOX und unseren Services.
1. Über MADDOX
Welches Problem löst MADDOX?
In vielen Produktionsunternehmen hängt die schnelle Problemlösung bei Produktionsstillständen vom Wissen einzelner Mitarbeitenden ab. MADDOX macht dieses Wissen strukturiert verfügbar und kombiniert es mit aktuellen Produktionsdaten, damit Ursachen schneller identifiziert werden können. Anrufe bei der Instandhaltung, aufwände Suchen in Ordnern und Datenbanken oder langwierige Dialoge mit Chatbots gehören somit der Vergangenheit an.
Warum wurde MADDOX entwickelt?
MADDOX wurde entwickelt, um wertvolles Erfahrungswissen dauerhaft verfügbar zu machen und die Menschen in der Produktion wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Ziel ist es, Wissen aus den Köpfen einzelner Experten für das gesamte Unternehmen nutzbar zu machen, um Maschinenbedienende zur Lösung kleinerer Störungen zu befähigen und die Instandhaltung zu entlasten.
Für welche Unternehmen ist MADDOX geeignet?
MADDOX eignet sich für produzierende Unternehmen mit komplexen Anlagen, automatisierter Produktion und wiederkehrenden Störungen. Besonders Unternehmen mit hohem Erfahrungswissensanteil profitieren von der strukturierten Wissenssicherung.
Ist MADDOX eine klassische Wissensdatenbank?
Nein. In klassischen Wissensdatenbanken sucht der Nutzer nach den passenden Inhalten. Im Gegensatz dazu analysiert MADDOX aktuelle Daten und schlägt automatisch passende Inhalte vor.
2. Funktionsweise und KI
Wie funktioniert MADDOX?
MADDOX analysiert Maschinen- und Prozessdaten sowie historische Ereignisse. Auf dieser Basis werden Störungsmuster erkannt und passende Ursachen sowie Lösungsmaßnahmen vorgeschlagen.
Wie erkennt MADDOX mögliche Fehlerursachen?
Die Software vergleicht Datenmuster aus aktuellen Situationen mit den Mustern von vergangenen Ereignissen, denen Wissenseinträge zugeordnet wurden. . Dadurch können wahrscheinliche Ursachen priorisiert dargestellt werden.
Schlägt MADDOX konkrete Lösungsmaßnahmen vor?
Ja. Basierend auf bisherigen Erfahrungen, dokumentierten Problemlösungen und aktuellen Prozessdaten schlägt MADDOX konkrete Maßnahmen zur Fehlerbehebung vor. Mitarbeitende können anschließend Feedback geben, ob die vorgeschlagene Lösung erfolgreich war. Dazu ist nur ein Klick notwendig.
Lernt MADDOX aus behobenen Störungen?
Ja. Jede dokumentierte Ursache und Lösung erweitert die Wissensbasis und verbessert zukünftige Vorschläge. Dadurch verbessert sich die Qualität der Vorschläge und MADDOX lernt mit dem Unternehmen kontinuierlich mit.
Was passiert, wenn MADDOX eine Störung noch nicht kennt?
Dann kann eine neuer Wissenseintrag („Wissenskarte“) erstellt werden. Das neue Wissen steht anschließend für zukünftige Störungen zur Verfügung.
Können verkettete Fehler analysiert werden?
Ja. MADDOX kann Zusammenhänge innerhalb von Anlagenlinien erkennen und die eigentliche Ursache einer Fehlerkette (Verkettungs-Stopp) identifizieren.
Kann MADDOX Predictive Maintenance durchführen?
Nein. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Behebung bestehender Störungen. MADDOX kann aber mit Predictive Maintenance Modulen anderer Anbieter kombiniert werden, um Wissen zur Vermeidung prognostizierter Störungen bereitzustellen.
Was genau macht die KI in MADDOX?
Die KI analysiert Datenmuster und verknüpft diese mit Erfahrungswissen. Dadurch werden passende Ursachen und Lösungswege automatisch vorgeschlagen.
3. Nutzen und Mehrwert
Welche Vorteile bietet MADDOX?
MADDOX verkürzt Fehleranalysezeiten, reduziert Stillstände und macht Erfahrungswissen dauerhaft verfügbar. Zusätzlich werden Experten entlastet und Einarbeitungszeiten verkürzt.
Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
- Schnellere Ursachenanalyse und Lösung von Maschinenstörungen
- Schnellere Behebung verringert Mean Time To Repair (MTTR)
- Ursächliche Behebung erhöht Mean Time Between Failures (MTBF)
- Reduzierung von Anlagenstillständen
- Weniger Ausschuss
- Höhere Anlagenverfügbarkeit
- Sicherung von Erfahrungswissen
- Entlastung von Experten und Instandhaltung
- Entlastung von Experten und Instandhaltung
- Nachvollziehbare Dokumentation von Ereignissen (tatsächlicher Ursachen) und Maßnahmen
Wie hoch ist das Einsparpotenzial?
Das genaue Einsparpotenzial hängt von Branche, Produktionsvolumen und Anlagenstruktur ab. Als Richtwert lässt sich ungefähr die Hälfte der Differenz zwischen den Experten und unerfahrenen Mitarbeitenden einsparen. Bereits wenige vermiedene Stillstandsstunden pro Jahr können erhebliche wirtschaftliche Vorteile erzeugen. Viele Unternehmen profitieren insbesondere von verkürzten Fehleranalysezeiten und einer höheren Anlagenverfügbarkeit.
Kann MADDOX Fachkräfte ersetzen?
Nein. MADDOX ersetzt keine Mitarbeitenden. Das System unterstützt Maschinenbedienende bei der Entscheidungsfindung und Störungsbehebung. MADDOX sichert vorhandenes Wissen von Fachkräften und macht dieses schneller verfügbar.
Unterstützt MADDOX neue Mitarbeitende?
Ja. Neue Mitarbeitende können häufig noch nicht auf Erfahrungswissen zurückgreifen. Mit MADDOX erhalten sie schnellen Zugriff auf dokumentiertes Wissen und können typische Probleme eigenständig lösen. Gerade bei Fachkräftemangel und Generationswechsel hilft MADDOX dabei, Erfahrungswissen strukturiert bereitzustellen und Einarbeitungszeiten deutlich zu verkürzen.
Wie hilft MADDOX bei der Wissenssicherung?
Wissen wird in Form strukturierter Wissenskarten dokumentiert und mit den entsprechenden Maschinen und Anlagen verknüpft. Dadurch bleibt es auch bei Personalwechseln erhalten.
Wie hilft MADDOX bei der standortübergreifenden Zusammenarbeit?
Wissenskarten und Problemlösungen können an mehreren Standorten genutzt werden. Dadurch verbreitet sich bewährtes Wissen schneller im Unternehmen.
4. Maschinen, Daten und Integration
Welche Maschinen können angebunden werden?
Grundsätzlich können fast alle Maschinen mit einer Steuerung (SPS) angebunden werden. Auch ältere Maschinen lassen sich integrieren.
Welche Maschinen können nicht angebunden werden?
Wenn keine nutzbaren Daten bereitgestellt werden können, ist die automatische Analyse und Suche durch den Algorithmus nicht möglich. Die Wissensmanagement-Funktionen können dennoch genutzt werden. Die Datenbank muss dann aber mit Schlagworten durchsucht werden.
Welche Daten benötigt MADDOX?
Benötigt werden Maschinenstatusinformationen, Fehlermeldungen und relevante Prozessdaten. Je aussagekräftiger die Daten, desto besser die Analyse.
Wie viele Datenpunkte werden pro Maschine benötigt?
Empfohlen werden mindestens 30 Datenpunkte pro Maschine. Ideal sind 100 bis 300 Datenpunkte für eine detaillierte Analyse. Auch Großanlagen, wie Papiermaschinen, mit mehreren tausend Datenpunkten lassen sich problemlos anbinden.
Wird der SPS-Code benötigt?
Welche Datenquellen kann MADDOX nutzen?
Neben SPS-Daten können MES-, SCADA-, ERP-, Historian- und Wartungsdaten eingebunden werden.
Welche Schnittstellen werden unterstützt?
Unterstützt werden unter anderem OPC UA, MQTT, S7 (RFC 1006), Modbus TCP und weitere industrielle Standards. Zusätzlich sind kundenspezifische Integrationen möglich.
Können auch Betriebsdaten statt Maschinendaten verwendet werden?
Ja. Wichtig ist, dass ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen den Daten und den auftretenden Störungen besteht.
Können Maschinen ohne Datenschnittstelle in MADDOX angelegt werden?
Ja. Für solche Maschinen können ebenfalls Wissenskarten angelegt und genutzt werden, auch wenn keine automatische Analyse möglich ist.
Kann MADDOX auf baugleiche Maschinen übertragen werden?
Ja. Inhalte und trainierte Modelle können auf vergleichbare Maschinen übertragen werden. Zudem lassen sich Maschinengruppen mit einem gemeinsamen KI-Modell anlegen. Dadurch lernt MADDOX von allen Maschinen gleichzeitig und entsprechend n-mal schneller.
5. Einführung und Betrieb
Wie aufwendig ist die Einführung von MADDOX?
Wir bieten einen strukturierten Einführungsprozess, in dem innerhalb von acht Wochen die Systemintegration, Schulungen, der Aufbau einer Wissensdatenbank mit ca. 40 Einträgen und das Training des Algorithmus erfolgen. Voraussetzung ist das Vorliegen aller notwendigen Randbedingungen, wie einer geeigneten und gut dokumentierten Maschinendatenschnittstelle.
Ist ein Pilotprojekt möglich?
Ja. Viele Unternehmen beginnen mit einer einzelnen Maschine oder Linie, um den Nutzen zunächst realistisch zu bewerten.
Welcher Aufwand entsteht für den Kunden?
Unser Pilotprojekt ist ein Komplettpaket mit Miet-Hardware, Softwarelizenzen und den erforderlichen Schulungen, so dass keine zusätzlichen Aufwände und Kosten entstehen. Zur Durchführung werden kundenseitig ca. 80 bis 100 Arbeitsstunden, verteilt auf unterschiedliche Personen in verschiedenen Rollen, benötigt.
Wie lange dauert es, bis MADDOX ausreichend trainiert ist?
Dies hängt von der Häufigkeit bestimmter Störungen ab. Wiederkehrende Muster können nach mehreren Wiederholungen, d. h. circa 4-5 Zuordnungen, zuverlässig erkannt werden.
Wie geht MADDOX mit Maschinenänderungen um?
Nach technischen Änderungen kann die Genauigkeit zunächst sinken. Durch neue Daten und Rückmeldungen passt sich das System an.
Wie können Mitarbeitende für die Nutzung von MADDOX motiviert werden?
Akzeptanz entsteht vor allem durch den praktischen Nutzen im Arbeitsalltag. Peerox unterstützt zusätzlich bei Change-Management und Einführung.
Wie häufig werden Updates bereitgestellt?
MADDOX wird kontinuierlich weiterentwickelt. Updates werden in Abstimmung mit dem Kunden ca. 4 bis 6 mal jährlich bereitgestellt.
Welche Rolle übernimmt Peerox?
Peerox unterstützt bei Einführung, Integration sowie Schulung.
6. Nutzung im Arbeitsalltag
Welche Endgeräte können genutzt werden?
MADDOX kann auf PCs, Laptops, Tablets, Smartphones und Touch Panels genutzt werden. Die Anwendung läuft im Browser und ist flexibel einsetzbar.
Kann MADDOX in bestehende HMI-Systeme eingebunden werden?
Ja. Verfügt ein HMI über ein Web-Interface, kann MADDOX dort integriert werden.
Funktioniert MADDOX auch offline?
Wie geht MADDOX mit Mehrsprachigkeit um?
Wissenskarten können in verschiedenen Sprachen dargestellt werden, weil MADDOX eine automatische Übersetzungsfunktion besitzt.
Besitzt MADDOX eine Spracheingabe bzw. -steuerung?
MADDOX besitzt keine eigene Sprachsteuerung. Sprachfunktionen der Endgeräte können jedoch genutzt werden.
Können Wissenskarten gesucht und gefiltert werden?
Können Bilder und Videos in Wissenskarten verwendet werden?
Ja. Bilder und Videos helfen dabei, Lösungswege und Arbeitsschritte anschaulich zu dokumentieren.
Werden Bilder durch den Algorithmus ausgewertet?
Die Störungsidentifikation auf Grundlage der Bildanalyse und Daten aus Kamerasystemen wird aktuell in Pilotprojekten untersucht. Bereits heute können Bilder als Bestandteil von Wissenskarten genutzt werden.
7. Wissensmanagement
Woher kommen die Inhalte der Wissenskarten?
Die Inhalte stammen von erfahrenen Bedienern, Technikern und Instandhaltern. Dadurch basiert die Wissensbasis auf realen Praxiserfahrungen.
Wer darf Wissenskarten erstellen?
Alle registrierten Nutzer können neue Wissenskarten anlegen. Die Freigabe erfolgt durch erfahrenes Personal, denen gesonderte Rechte in der Software zustehen.
Wie werden Inhalte freigegeben?
Redakteure prüfen neue Inhalte vor der Freigabe. Dadurch wird die Qualität der Wissensbasis sichergestellt.
Wer kann Inhalte sehen?
Grundsätzlich stehen Wissensinhalte allen Nutzern zur Verfügung. Das unterstützt den Wissenstransfer.
Können Kommentare zu Wissenskarten verfasst werden?
Ja. Nutzer können Inhalte kommentieren und Erfahrungen austauschen.
8. Datenschutz und Sicherheit
Wo werden die Daten gespeichert?
Wem gehören die Daten?
Die Daten gehören dem jeweiligen Erzeuger beziehungsweise Betreiber. Eigentumsrechte verbleiben beim Kunden.
Sind die Produktionsdaten sicher?
Berechtigungskonzepte, Verschlüsselung und Sicherheitsmechanismen schützen sensible Informationen. Die Umsetzung erfolgt entsprechend der Kundenanforderungen.
Werden Kundendaten zum Training fremder KI-Modelle genutzt?
Welche personenbezogenen Daten können ausgewertet werden?
Im Fokus stehen produktionsbezogene Informationen. Rückschlüsse auf die individuelle Leistungsfähigkeit einzelner Mitarbeitender sind nicht vorgesehen.
Wer hat Zugriff auf die Daten?
Wie wird die IT-Sicherheit gewährleistet?
MADDOX unterstützt etablierte Authentifizierungs- und Berechtigungskonzepte. Zusätzlich können Unternehmensrichtlinien berücksichtigt werden.
9. IT-Systeme und Unternehmensintegration
Wie wird MADDOX gehostet?
MADDOX kann On-Premises oder in Cloud-Umgebungen betrieben werden. Die Auswahl erfolgt anhand von Sicherheits- und Infrastrukturanforderungen.
Kann MADDOX an bestehende Systeme angebunden werden?
Ja. Die Lösung unterstützt die Integration in bestehende IT- und OT-Landschaften.
Gibt es eine SAP-Integration?
Ja. SAP-Systeme können angebunden werden, um Informationen effizient von MADDOX in SAP zu senden.
Welche Benutzerverwaltung wird unterstützt?
MADDOX verfügt über ein eigenes Benutzermanagement und kann an bestehende Identity-Management-Systeme angebunden werden.
Unterstützt MADDOX Single Sign-on?
Ja. Bestehende Authentifizierungslösungen können integriert werden.
Gibt es Export- und API-Schnittstellen?
Ja. Daten können exportiert und über APIs in andere Systeme integriert werden.
10. Wirtschaftlichkeit
Gibt es einen ROI-Rechner?
Ja. Unternehmen können das mögliche Einsparpotenzial anhand eigener Kennzahlen abschätzen.
Wie effektiv ist MADDOX? Welche Einsparungen sind bei anderen Kunden belegbar?
Kunden berichten von reduzierten Stillstandszeiten und weniger Ad-hoc-Einsätzen. Der tatsächliche Nutzen hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab.
11. Brancheneinsatz
Ist MADDOX für regulierte Branchen geeignet?
Ja. Branchenspezifische Anforderungen, wie zentral gespeicherte SOPs, Audit-Trails und Validierungsprozesse, können berücksichtigt werden.
Gibt es Anwendungen in der Pharmaindustrie?
Ja. Branchenspezifische Anforderungen und Validierungsprozesse können berücksichtigt werden.
12. Über Peerox
Wer ist Peerox?
Peerox entwickelt MADDOX, ein Assistenzsystem für die industrielle Produktion. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Produktionsdaten mit Erfahrungswissen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Dresden.
Wie kann ich MADDOX kennenlernen?
Interessierte Unternehmen können eine Demonstration vereinbaren oder mit einem Pilotprojekt starten. Dadurch kann der Nutzen anhand eigener Anwendungsfälle bewertet werden.